Safeguarding Cultural Heritage An Dinh Palais, Hué, Vietnam

Gemeinsam sind wir stärker
 

Das Projekt ist in dieser Form einzigartig in Vietnam. Dass es möglich wurde und erfolgreich durchgeführt wird, ist der engagierten gemeinsamen Arbeit des Teams und seiner Partner sowie einer finanziellen Förderung zu verdanken. Ihnen allen gebührt ein großer Dank. Wer diese Leute sind, wird an dieser Stelle vorgestellt.


GCREP — 5 Buchstaben und was und wer dahinter steckt

Cung An Dinh,
150 Nguyên Hué
Hué - Vietnam
www.gcrep.org
info@gcrep.org

GCREP - German Conservation Restoration and Education Projects - ist eine Arbeitsgemeinschaft von Restauratoren und Kommunikationsfachleuten, die sich während der Projektarbeit am An Dinh Palais gegründet hat. Die Philosophie des GCREP-Teams gründet sich auf drei Schwerpunkte: die praktische und theoretische Aus- und Weiterbildung von interessierten und begabten Künstlern und Handwerkern zu Restauratoren, die Durchführung von Konservierungs- und Restaurierungsprojekten und die Forschung. Das aktuelle Projekt von GCREP ist die Konservierung und Restaurierung der Wand- und Deckenmalereien des An Dinh Palais. Weitere Projekte in Vietnam und Laos sind in Vorbereitung.

Dipl.-Rest Andrea Teufel

Projekt Managerin, Chef Restauratorin

*1965, Dipl.-Restauratorin für Wandmalerei und historische Architekturfassungen, Studienabschluss 1997 an der FH Potsdam, seitdem freiberuflich als Restauratorin tätig

Verantwortlich für: Entwicklung, Aufbau und Durchführung des Projektes seit 2004, verantwortlich für Gesamtkonzept und Ausbildung der Trainee-Restautoren

"Es ist eine ungeheuer reizvolle Aufgabe, ein Projekt dieser Art auf die Beine zu stellen. Ich bin der Anziehungskraft und Schönheit Hué´s verfallen und sehe es als eine großartige Chance, hier zu arbeiten und damit zur Erhaltung dieser Einzigartigkeit einen wichtigen Beitrag zu leisten."

Dipl.-Rest Dirk Böhme

Restaurator

*1966, Dipl.-Restaurator für Wandmalerei und historische Architekturfassungen, Studienabschluss 1996 an der FH Potsdam, seitdem freiberuflich als Restaurator tätig

Verantwortlich für: Baustellenleitung, Anleitung, Betreuung und Ausbildung der Trainee-Restauratoren

"Die "Unberührtheit" des Themas Kolonialarchitektur im traditionsbewussten Hué' zeichnet für mich das besondere Interesse an diesem Projekt aus. Die Arbeit mit den vietnamesischen Trainees ist, ungeachtet aller damit verbundenen Schwierigkeiten, eine ungeheuer wertvolle Erfahrung."

Dipl.-Rest Daniela Geyer

stellv. Projekt Managerin, Restauratorin

*1978, Dipl.-Restauratorin für Wandmalerei und historische Architekturfassungen, Studienabschluss 2007 an der FH Potsdam, seitdem freiberuflich als Restauratorin tätig

Verantwortlich für: Durchführung des Projektes seit 2006, verantwortlich für Anleitung, Betreuung und Ausbildung der Trainee-Restautoren

"Das Zusammenspiel der Kulturen, der unterschiedliche Umgang mit den Denkmälern und die Herausforderung, die sich daraus ergibt, machen das Projekt zu einer ganz besonderen Erfahrung."

Dipl.-Rest Hendrik Seipt

Restaurator

*1977, Dipl.-Restaurator für Steinobjekte, Studienabschluss 2006 an der FH Potsdam, seitdem freiberuflich als Restaurator tätig

Verantwortlich für: Anleitung, Betreuung und Ausbildung der Trainee-Restautoren

"Als eine äußerst reizvolle Aufgabe sehe ich in dem Projekt den restauratorischen Umgang mit dem historischen Kulturgut, die Besonderheiten im Bezug auf die klimatischen Bedingungen und den dementsprechend verwendeten Materialien."

Jill Denton

Event Design, PR

*1961, Germanistik- und Romanistikstudium- und Diplom in Großbritannien, seit vielen Jahren freiberuflich als Übersetzerin auf den Fachgebieten Kunst und Architektur, sowie auch im Bereich Veranstaltungs- und Ausstellungsdesign tätig.

Verantwortlich für: Übersetzungen, Dolmetschen, Recherchen und für die Konzeption und Organisation der Ausstellung über das Projekt, die im Juni 2008 im Palais stattfinden wird.

"Es ist sehr spannend, an diesem Projekt beteiligt zu sein. Ich hoffe, die Ausstellung wird helfen, weitere Ausbildungsprogramme anzukurbeln. Die Wirtschaft Vietnams wächst, bei Ausbildung und Arbeitsmarkt bleibt aber enorm viel zu tun, im Besonderen auf diesem Fachgebiet"

Dominique Guglieri

Art Directorin, PR

*1960, Kunststudium- und Diplom in Frankreich, seit vielen Jahren freiberuflich als Art Directorin für verschiedene Agenturen und eigene Kunden tätig.

Verantwortlich für: Konzeption, Gestaltung und Organisation/Durchführung des öffentlichen Auftritts des Projekts, Recherchen, Unterstützung bei Übersetzungen.

"Es ist großartig an einem solchen komplexen und von Schönheit geprägtem Projekt beteiligt sein zu dürfen und es macht enormen Spaß, ihm zu der Aufmerksamkeit zu verhelfen, die ihm gebührt. Dabei auch noch punktuell dem sehr eigenen Charme Hués und seiner Menschen begegnen zu können, macht die Sache um so reizvoller."





Die vietnamesischen Auszubildenden

Die 15 Trainee-Restauratoren wurden in einer Eignungsprüfung ausgewählt, die Bewerbungsaufforderung war öffentlich ausgeschrieben. Die meisten kommen aus Hué oder den angrenzenden Provinzen, haben ein abgeschlossenes Kunsthochschul-Studium oder haben zuvor als Kunsthandwerker (ohne Ausbildung) gearbeitet, einer von ihnen ist Mitarbeiter des Hué Monuments Conservation Centre. Sie alle verbindet der Wunsch, etwas Neues im künstlerischen Bereich zu lernen. Ihnen ist der Wert, den das historische Hué besitzt, deutlich bewusst und wie die meisten Einwohner hier, lieben sie ihre Stadt. Die Möglichkeit, an der Erhaltung ihrer Denkmale mitarbeiten zu können, macht sie stolz. Sie bringen ihr Wissen und Können aktiv in das Projekt mit ein, sind zuverlässig, fleißig, ausdauernd und teambewusst. Neue, auch schwierige und harte Arbeiten werden ohne Murren und Zaudern angepackt und durchgestanden. Wie die meisten Menschen in armen Ländern verfügen sie über die Fähigkeit, den Mangel an perfekten Bedingungen durch Genügsamkeit und Erfindungsgeist auszugleichen, was für die Projektarbeit ein großer Gewinn ist.

Ihre Zukunftsperspektiven sind gut. Viele von ihnen wollen im Gebiet der Restaurierung weiterarbeiten. Sie wissen, dass Vietnam Restauratoren braucht und sie hoffen, dass ihre Qualifikation gefragt sein wird. Das Hué Monument Conservation Centre, der wichtigste Arbeitgeber auf diesem Gebiet in Hué, hat sein Interesse an Ihnen schon angekündigt.



Das Hué Monuments Conservation Centre (HMCC)

Hué Monuments
Conservation Centre
23. Tong Duy Tan
Hué - Vietnam
www.hueworldheritage.org.vn

Das Hué Monuments Conservation Centre (HMCC) wurde 1982 mit der Aufgabe gegründet, das materielle und immaterielle Kulturerbe Hués zu erhalten.

1993 wurde der Komplex der kaiserlichen Anlagen Hués in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen, 2003 kam auch "Nha Nhac", die kaiserliche Hofmusik, dazu. Die Ergebnisse und Erfolge seiner Arbeit konnten im Sommer 2007, zum 25-jährigen Jubiläum des Centers stolz präsentiert werden. Bei seinen Aktivitäten wird das HMCC von vielen nationalen und internationalen Institutionen unterstützt. Ein wesentliches Ergebnis der langjährigen Arbeit des HMCC ist, dass Hué und sein Reichtum an Geschichte und Kultur heute weltbekannt sind. Die jährlich wachsenden Besucherzahlen zeugen davon und tragen entscheidend zur sozial-ökonomische Entwicklung der Provinz bei.

Als einheimischer Partner des Projektes "An Dinh Palais" ist das HMCC mit materiellen und personellen Eigenbeiträgen aktiv an der Durchführung der Restaurierung des Palais und des Schlossgeländes beteiligt.

Das Kulturerhaltprogramm des Auswärtigen Amts

Auswärtiges Amt Deutschland
Referat Kulturerhalt
Werderscher Markt 1
11013 Berlin - Deutschland
www.diplo.de/kulturerhalt

Seit 1981 unterstützt die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amtes die Bewahrung kulturellen Erbes in aller Welt. Gefördert werden Projekte zur Bewahrung des kulturellen Erbes in Entwicklungsländern und zur Bewahrung des deutschen kulturellen Erbes im Ausland, ausgenommen in historischen Siedlungsgebieten.

Das Programm soll vorrangig zur nationalen Identitätsfindung der Entwicklungsländer beitragen und damit den von der Bundesrepublik Deutschland angestrebten Kulturdialog auf der Grundlage gleichberechtigter Partnerschaft fördern. Es hat sich zu einem sehr wirkungsvollen Instrument der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik entwickelt. Mit etwa 38,8 Millionen Euro wurden von 1981 bis 2006 bisher über 1.300 Projekte in 135 Ländern gefördert.

Das Restaurierungsprojekt "An Dinh Palais" wird seit 2003 vom Kulturerhaltprogramm gefördert und ist durch dessen umfassende finanzielle Unterstützung erst ermöglicht worden.

Ost trifft West - West trifft Ost e.V.

Ost trifft West – West trifft Ost e.V.
Am Schloss 23
14974 Genshagen b. Berlin
Deutschland
www.ost-trifft-west.de

Das Ziel des im Jahr 2004 gegründeten privaten und als gemeinnützig anerkannten Vereins ist es, den Austausch zwischen den Gesellschaften Europas zu fördern. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf der Bildungsarbeit. Da der Verein darüber hinaus an der Erweiterung dieser Zielsetzung auf Regionen außerhalb Europas interessiert ist, stellt die Integration des Restaurierungs- und Ausbildungsprojektes "An Dinh Palais" in die Vereinsarbeit eine willkommene Bereicherung der inhaltlichen Arbeit dar. Seit Sommer 2007 hat der Verein "Ost trifft West" daher die Trägerschaft für das Projekt übernommen.



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